
- +++ 05.01.2026: 100 Jahre SSV Schönmünzach - 1926-2026 +++
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SSV Schönmünzach – Interview Klaus Frey
16 Apr
SSV Schönmünzach – Interview Klaus Frey
Nach der Saison ist vor der Saison...
SSV Schönmünzach – Interview Klaus Frey
Alles andere als ein
Selbstläufer war der abermalige Titelgewinn der Tischtennisfrauen des SSV
Schönmünzach in der Dritten Bundesliga, der am vergangenen Wochenende vor 100
Zuschauern in der Murgtalhalle unter Dach und Fach gebracht wurde. Nach 2024
steigt der SSV erneut in die Zweite Bundesliga auf. Die Erleichterung nach
einer Saison mit vielen Aufs und Abs stand Schönmünzachs Vorstand Klaus Frey
ins Gesicht geschrieben.
Wie lässt sich Ihre aktuelle Gefühlslage,
wenige Tage nach dem Meisterstück gegen den TSV Korntal, am ehesten
beschreiben?
Über allem steht natürlich die Freude, dass wir den Aufstieg in die
zweithöchste deutsche Spielklasse ein weiteres Mal realisieren konnten. Das war
so im vergangenen Frühjahr wahrlich nicht abzusehen.
Erzählen Sie.
Wenige Tage vor dem offiziellen Wechselschluss konnten wir auf der Suche
nach potenziellen Verstärkungen noch keinen Erfolg verzeichnen. Wir wollten ja
den Weggang von Magdalena Hübgen in irgendeiner Weise kompensieren. Ich
erinnere mich dann noch gut an den Tag im Mai, als ich auf der
Bundesgartenschau in Baiersbronn ehrenamtlich tätig war und dann innerhalb von
zehn Minuten plötzlich die Zusage von zwei Neuzugängen erhielt. Zwar wurde es
mit der Chilenin Valentina Rios dann nichts, unter anderem, weil sie
kurzfristig noch ein Angebot erhielt, in der ersten portugiesischen Liga zu
spielen. Dafür erwies sich unsere neue Nummer eins Kheith Rhynne Cruz von den
Philippinen als echter Volltreffer. Sie sorgte wieder für neuen Schwung im
Team.
In der Vorrunde war der SSV in der Dritten
Bundesliga dann auch nicht aufzuhalten.
Korrekt, wir haben in der ersten
Saisonhälfte alle Partien gewonnen. Weil Kate, wie wir sie nennen, kein
einziges Spiel verlor und weil unsere Spielerinnen wieder zu früherer
Spielfreude zurückfanden. Es ist nachvollziehbar, dass das lange Jahre
erfolgsverwöhnte Team nach einer schmerzhaften, aber auch lehrreichen
Zweitligasaison mit nur einem Sieg aus 18 Spielen in ein kleines Loch fiel.
Positiv war auch, dass unsere Julia Kaim, die eigentlich nur sporadisch
aushelfen wollte, wieder durchstartete. Sie ist nicht nur unsere erfahrenste
Spielerin, sondern auch gewissermaßen der Kopf der Mannschaft.
Dennoch wurde es in der Rückrunde dann noch einmal
eng.
Ja, das Wechselbad der Gefühle
setzte sich dann nach dem Jahreswechsel fort. Es war zwar klar, dass Kate
lediglich das übliche 90-Tages-Visum bekommt und nicht alle Rückrundenspiele
bestreiten kann, aber durch die politische Lage ließ sich der Flug aus Manila
mit Zwischenlandung im arabischen Raum erst einmal nicht realisieren. So
mussten wir zum Auftakt drei Auswärtsniederlagen einstecken und die Konkurrenz
rückte bedrohlich näher. Das erste Highlight im neuen Jahr, immer noch ohne
Kheith Rhynne Cruz, war dann das wichtige 5:5 in Fürstenfeldbruck. Danach lief
es mit unserer sympathischen Philippinin wieder wie am Schnürchen. Ihre
Spielweise ist einfach faszinierend.
Wieso?
Obwohl sie eine recht zierliche Erscheinung ist, hat sie ein enorm
druckvolles Spiel. Gepaart mit ihrer positiven Ausstrahlung, beeindruckt sie
die Zuschauer und zuweilen auch die Schiedsrichter, wie ich beim letzten
Heimspiel feststellen konnte. Der Tischschiedsrichter konnte sich angesichts
der sehenswerten Punktgewinne ein respektvolles Nicken nicht verkneifen. Ich
möchte aber auch betonen, dass es zusätzlich das tolle Mannschaftsgefüge war,
das uns in der nun zu Ende gehenden Saison den Erfolg brachte. Der Zusammenhalt
bei allen war richtig stark.
Es ist bekannt, dass andere Vereine,
auch aus der ersten Liga, bereits ihr Augenmerk auf Kheith Rhynne Cruz
gerichtet haben. Wird sie dem SSV weiter zur Verfügung stehen?
Ja, das ist sicher. Sie hat sich mittlerweile für eine Profilaufbahn entschieden, wird im Herbst ihr Land bei den Asien-Spielen repräsentieren. Momentan bin ich am Überprüfen, ob es auch Möglichkeiten gibt, dass sie eine längere Zeit am Stück in Deutschland verweilen kann. Jedenfalls wird sie auch in der Zweiten Liga für den SSV viele Spiele gewinnen.
Mit welchem Personal und welcher Erwartungshaltung
geht es in die zweite Zweitligasaison in der Geschichte des SSV Schönmünzach?
Natürlich wollen wir die Liga
halten. Aktuell ist es jedoch noch schwierig, die Situation bei der Konkurrenz
einzuschätzen, da noch diverse Vereinswechsel im Raum stehen und das
Wechselfenster noch nicht geschlossen ist. Für mich stellt sich das Frühjahr
aber als recht entspannt dar, personell ist alles geklärt. Die Saarländerin
Magdalena Hübgen kehrt nach einem für sie nicht ganz zufriedenstellenden Jahr
bei Zweitligist TTK Anröchte wieder zu uns zurück. Gemeinsam mit Kheith Rhynne
Cruz, Julia Kaim und Dauerbrenner Antonia Bernhard steht unserem langjährigen
Trainer Andrzej Kaim ein starkes Stammquartett zur Verfügung, gegen das man
auch in der zweiten Liga erstmal gewinnen muss. Die Youngsters Melissa Bill und
Leonie Müller stehen ebenfalls Gewehr bei Fuß, kommen aber hauptsächlich in der
zweiten Mannschaft zum Einsatz. Wir hoffen, dass diese am Wochenende in unserer
kleinen Schönmünzacher Halle gegen Neckarsulm den Klassenerhalt in der
Regionalliga festmacht.
Insofern steht dem SSV noch einmal ein
attraktives Tischtennis-Wochenende bevor.
In der Tat. Erst bestreiten wir mit hoffentlich zahlreichen Fans in der Murgtalhalle das Saisonfinale in der Dritten Liga gegen Rastatt, dann geht es rüber nach Schönmünzach, wo wir gemeinsam die zweite Mannschaft anfeuern werden. Und danach gibt es hoffentlich doppelt Grund zu feiern.
Bericht: Tom Holzapfel












